Wasser zu tragen ist schwer ~ den richtigen Wasserfilter finden, nicht so sehr

Eingetragen bei: Bushcraften, Packliste, Sohlenbrenner Tour 2016 | 4

Für die Sohlenbrenner Tour ist es mir natürlich wichtig, so wenig wie möglich und so viel wie nötig mitzunehmen. Ist ja logisch. Also möchte ich auf keinen Fall mehr Wasser als nötig mitschleppen. Für 2 Hunde und 2 Menschen käme da einiges zusammen.

Also Wasser finden und filtern. Nur mit welchem Filtersystem?

Mechanisch, chemikalisch oder mit UV Licht bestrahlen, so wie es auch in Wasserwerken getan wird?

Katadyn wäre eine bekannte Marke, die mechanische Filter anbietet. Man hält einen Schlauch mit einem groben Vorfilter ins Wasser und pumpt dieses mechanisch durch einen Keramikfilter in einen Behälter. In einer Minute schafft man wahrscheinlich einen guten Liter Wasser. Es gibt die verschiedensten Ausführungen und Größen.

Chemikalische Wasseraufbereitung kommt für mich gar nicht in Frage, da das Wasser immer einen Nachgeschmack hat und mich der Chlorgeruch und Chlorgeschmack echt stört, sodass ich am Ende viel zu wenig trinken würde. Außerdem mag ich keine Chemikalien in mich reinschütten. 🙂 Ok, gibts mittlerweile auch ohne Chlor, aber es dauert mir einfach auch zu lange bis das Wasser trinkbar ist.

Die SteriPens arbeiten mit UV Licht. Das Wasser wird grob gefiltert, zum Beispiel mit dem passenden Pre Filter, der prima auf eine Nalgene Flasche passt, Steri Pen mit Grobfilter austauschen SteriPen in die Flasche halten oder je nach Ausführung schrauben und in ca. 90 Sekunden einen Liter Wasser trinkbereit haben. Für die Tour wird es aber die neuen Edelstahlflaschen geben, denn obwohl die Kunststoffnalgene BPA frei ist, schmeckt das Wasser schnell nach Plastik. Und das mag ich einfach nicht. 🙂

Ich hatte mich innerlich schon für den SteriPen entschieden, weil ich das System einfach und logisch finde. Dazu noch leicht und mit kleinem Packmaß.

2015_05_21_bo wasserfilter_2627Dann fuhr ich nach Hamburg zum Globetrotter, weil ich mich hauptsächlich für ein neues GPS beraten lassen wollte, ließ mich auch gleich zu Wasserfiltern beraten und habe dieses kleine unglaubliche Filterteil kennengelernt.

Der Fachmann von Globi riet mir vom SteriPen ab, weil ich immer auf Batterien angewiesen wäre, und weil viele Kunden mit den Teilen sehr unzufrieden wären. Er habe schon oft von Kunden gehört, dass die SteriPens ruckzuck kaputt gingen. Er würde immer einen 2015_05_21_bo wasserfilter_2629mechanischen Wasserfilter vorziehen und schob diesen kleinen feinen und  dazu noch günstigen Wasserfilter namens Sawyer von Care Plus vor meine Nase. Ein 14 cm langer Filter, der mit seinen 0,1 Micron kleinen Microfaserröhrchen Schmutz, Bakterien und Protozoen filtert. Dazu kannst du entweder einen mitgelieferten „Strohhalm“ andocken, den Filter direkt ins Wasser halten und saugen, oder du füllst den Beutel oder eine PET Flasche (das Gewinde passt), mit Wasser, schraubst den Filter darauf und quetscht das Wasser einfach durch, direkt in die Schnute oder in eine Flasche, Trinksystem 2015_05_21_bo wasserfilter_2630etc.

Und jetzt der Clou: im Päckchen ist noch eine Spritze (größer als der Filter selbst) die du mit sauberem Wasser füllst und sozusagen am Ausgang des Filters befestigst, um den Filter rückzuspülen und damit wieder zu reinigen. Genial oder? Und das alles bei einem Gewicht (mit allen Zubehörteilchen) von 96 g und einem Preis von 34,95 Euro, einer Kapazität von 375.000 Litern Wasser (unter Laborbedingungen. Globetrotter halbiert diesen Wert deshalb) und einer Durchflussmenge von 1,7 Litern in der Minute. Auf medizinischem Dialyseverfahren basierend werden Bündel von Mikrofaserröhrchen verwendet. Durch die Röhrchenwände wird das Wasser in den Hohlinnenraum gesogen während schädliche Bakterien und Protozoen in den äußeren Rohrwänden aufgefangen werden. Beim Rückspülen wird der ganze Dreck rückwärts wieder rauskatapultiert.

Dieser kleine Filter hat mich einfach sofort überzeugt und nun liegt er hier neben mir und wartet auf seinen Einsatz. Auch, wenn es nicht nötig ist das Wasser aus irgendwelchen Bächen oder Seen vor Benutzung des Filters grob vorzufiltern werde ich es wohl doch mit dem Pre Filter tun, da ich ihn schon habe und da ich mir davon eine längere Lebensdauer der Faltflasche verspreche, die übrigens einen halben Liter fasst.

Welche Erfahrungen hast du mit Wasserfiltern gemacht?

bo unterschrift

Spinnerin, Erfinderin, Forscherin, Schreiberin.
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4 Responses

  1. uncipaws

    Das gute an Mitteleuropa ist, dass an vielen orten trinkwasser verfügbar ist und du dir das filtern (zumindest umständlich) in den meisten fällen sparen können wirst.
    Ich habe selbst keinen, aber ich hatte mal auf einer wanderung freunde dabei, die vor jeder mahlzeit etwa zehn minuten an einem liter wasser „arbeiteten“.

    • Bo

      Hallo uncipaws,
      das ist wohl wahr. Die 96 Gramm nehme ich aber gerne mit, wenn ich dafür immer nur das an Wasser tragen muss, was ich die nächsten Stunden brauche. Da sind mir die paar Minuten Pause zwischendurch wurscht 🙂
      Gruß von Bo

  2. scratch

    guck dir mal im internet den SAWYER an, der scheint auch sehr gut zu sein

    • Bo

      Hallo Scratch,
      und genau der ist es 🙂 Sawyer von Care Plus.. sollte ich vielleicht im Artikel noch ergänzen. Danke also für den Tipp.
      Bo

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