Mein barfußgehen – wie alles anfing

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wo alles anfing
wo alles anfing

Im Urlaub im Osten Deutschlands an meinem mittlerweile zweitliebsten Platz tauchte dieser geile Bus auf… den musste ich mir natürlich genauer angucken. Und ein kleines DIN A4 Blättchen an einer der Scheiben erzählte von der Geschichte (auch der Filmgeschichte: er spielte im Film „Das wilde Leben“ mit) dieses genialen Vehikels. Und vom Buch des Besitzers Peter Greb, über den Vorfußgang. GODO – Mit dem Herzen gehen –  Der Gang des neuen Menschen.

Ich hatte ihn und seine Begleiterin barfuß aus dem Wagen kommen sehen, sie beobachtet, einmal weil sie aus diesem so coolen Auto kamen, dann weil sie barfuß gingen und weil sie beide so eine Ruhe und Harmonie ausstrahlten, dass ich gar nicht anders konnte als ihnen nach zu gucken. Wie sie den steinigen Weg zum Strand gingen, so als würden sie ein wenig schweben, ohne dabei von Steinchen zu Steinchen zu zappeln, wie ich es tun würde. Diesen, meinen Film habe ich gespeichert.

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Aus dem Film “ Das wilde Leben“

Kurz und gut: Buch gekauft, gelesen, nicht alles verstanden, aber versucht umzusetzen.

Das war vor 3 Jahren. Seitdem hat mich das Barfußgehen und das Vorfußgehen mal mehr und mal weniger beschäftigt. Ich weiß noch, dass ich bis auf ein paar ganz leichte Schuhe alle verkauft habe. Aber auch in den leichten Schuhen mit flacher, dünner Sohle funktionierte das Vorfußgehen nicht optimal. Die Idee selbst Schuhe zu machen kam auf. Den Versuch dazu habe ich erst letztes Jahr wirklich umgesetzt. Das Ergebnis gefällt mir aber nicht 🙂

Ich wohnte damals in einer WG in der ich ein Laufband mitnutzen konnte: Also laufen nach Godo, laufen, ohne mit der Ferse als erstes aufzukommen (aufzudonnern passt vielleicht eher), und das gleich eine halbe Stunde lang. Ich warne hiermit davor!!! Ich glaube es war eine komplette Woche in der ich danach nicht richtig gehen konnte; vor lauter Muskelkater.

Also vielleicht einfach keine Schuhe tragen? Es war aber Winter und im Haus ging ich schon eine ganze Zeit über barfuß. Konnte es kaum erwarten, bis es draußen einigermaßen warm wurde und ich auch ohne Schuhe rausgehen konnte, ohne gleich Frostbeulen zu bekommen. Ich startete im März es waren unter 15° Außentemperatur. Meine Füße waren den groben Boden draußen (zu der Zeit war eine Baustelle vor der Haustür, es lagen also noch mehr Asphaltsteinchen herum, als sonst) überhaupt nicht gewohnt, und die Kälte war wirklich extrem, denn der Boden hatte noch lange nicht die Temperatur, die die Luft schon hatte.

Eine halbe Stunde hielt ich es aus, hatte wohlweislich Schuhe und Strümpfe mitgenommen, die ich dann für die andere Hälfte des Weges gerne anzog.

Aber es wurde der Sommer, in dem ich wirklich komplett barfuß ging. Ich wurde in Lebensmittelläden gebeten nächstes mal bitte Schuhe anzuziehen (dort ging ich einfach nicht mehr einkaufen 🙂 ), ich machte einige Hausbesichtigungen ohne Schuhe, 2 einhalb Wochen Schweden mit allem drum und dran…. auch barfuß… ich dachte über den Winter nach, wie ich den wohl bewerkstelligen könnte….

Doch dann wurde alles ganz anders, denn ich trat an zwei verschiedenen Tagen auf der Terrasse in zwei verschiedene rostige Reißzwecken…. was nicht sonderlich weh getan hat. Die Folgen habe ich aber noch immer unter den Füßen. Zwei nette und doch bisweilen unangenehme Dornwarzen.

Mist 😉

– raus schneiden lassen traue ich mich nicht (sie sollen ja auch wieder zurückkommen)

– Nacktschnecken drüber kriechen lassen (die waren eher irritiert als begeistert davon)

– Schöllkraut aus dem Garten regelmäßig aufgetüpfelt (also den orangenen Saft von Schöllkraut, wow was für eine Farbe)

– über 8 Wochen lang jede Nacht eine aufgeschnittene Knoblauchzehe unter die Warzen geklebt

– besprechen lassen (mir war so, als wäre es meine letzte Hoffnung und ich glaubte wirklich daran)

– um 12 Uhr nachts bei Vollmond ne halbe Kartoffel über den Fuß geschmiert und einen Antiwarzspruch dazu gemurmelt 🙂

– sie versucht zu ignorieren, sie versucht zu verstehen! (was wollen sie mir sagen, wozu sind sie in mein Leben gekommen 🙂 )…

und jeden Sommer hoffe ich aufs neue, dass irgendetwas oder irgendwer sich meiner Warzen erbarmt und sie verschwinden lässt, doch sie sind noch immer da. Im Moment ist eine Kur mit Thuja D12 dran…. ich berichte 🙂

Hat jemand noch eine Idee, was ich tun kann, damit die Warzenteile verschwinden? Ich bin soooo dankbar für deine Tips.

Im Moment experimentiere ich mit Huaraches, Fivefingers und Barfußschuhen….und gehe im Haus und im Garten barfuß. Und hoffe auf Thuja. 🙂 und habe ein zweites wie ich finde geniales Buch gelesen: Born to run
: Ein vergessenes Volk und das Geheimnis der besten und glücklichsten Läufer der Welt – von Christopher McDougall (mehr dazu demnächst, denn die Folgen dieses Buches beschäftigen mich gerade sehr)

bo unterschrift

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