Die Sohlenbrenner Tour 2016 verschiebt sich

Veröffentlicht in: Sohlenbrenner Tour 2016 | 6

Keine Angst, nicht um ein ganzes Jahr, auch nicht um einen Monat, nur um ein paar Tage. 🙂

Zuerst hatten wir geplant am 18. Mai in LĂŒbeck loszuziehen. Da es aber zu dieser Zeit nicht wirklich klar ist, ob noch Schnee am Grenzstein 147 oder in dessen NĂ€he liegen wird, dachten wir den Start spontan zu halten und ungefĂ€hr Anfang Mai zu entscheiden, wann wir denn genau losziehen.

Es wĂ€re einfach zu schade, den sĂŒdlichsten Punkt nicht erreichen zu können. Einfach „mitten“ drin zu starten wĂŒrde ich mir wahrscheinlich die ganze Tour ĂŒber vorwerfen. Es wĂŒrde mir was fehlen. Außerdem ist es die wohl heftigste Herausforderung der Tour auf die 1850 Meter hoch zu kommen.

Grenzstein 147

Und tatsÀchlich spricht ja auch gar nichts dagegen einfach ein paar Tage spÀter los zu gehen. Kommen wir halt spÀter auf Sylt an.

Da es zwei super tolle Menschen gibt, die sich angeboten haben, uns (Tina, Nima und mich) mit samt dem GepĂ€ck, der Karre und all unseren Aufgeregtheiten und schlotternden Beinen von LĂŒbeck bis nach Einödsbach zu bringen, stellen wir uns natĂŒrlich auch darauf ein. Rolf kann aus beruflichen GrĂŒnden nicht ganz so spontan losfahren und deshalb beschlossen wir einfach den Start auf spĂ€ter fest zu legen. Am 1. Juni gehts jetzt also wirklich los.

Und hier gehts zur Wetterbeobachtung in Einödsbach. Eine Webcam direkt am Gasthof 🙂 Finde ich eine total nette Idee.

Inken und Rolf helfen uns sehr, indem wir nicht mit dem Zug in eventuell zwei Etappen (weil die Hundenase zwischendurch Pause braucht und laufen und pinkeln muss), und auch nicht mit einem Leihwagen, der einiges unseres Budgets verbrauchen wĂŒrde, in den SĂŒden fahren mĂŒssen. Wir dĂŒrfen einfach ins Auto steigen unseren Kram dazu packen und können uns die Strecke zu dritt teilen. Mit Leihwagen mĂŒsste ich sie ganz allein fahren, da Tina keinen FĂŒhrerschein hat.

Also ein dickes fettes Dankeschön an Inken und Rolf, die uns wohl auch noch bis zum Grenzstein am ersten Wandertag begleiten werden. Das will sich Rolf schon mal nicht entgehen lassen. 🙂 Ob Inken auch mit kommt?

Der neue Start ist also am 1. Juni 2016. An diesem Tag geht es in LĂŒbeck los, so dass wir abends wie geplant, nur eben ein paar Tage spĂ€ter in Einödsbach ankommen und nĂ€chtigen werden. Die Reservierungen sind gemacht und ab jetzt wird es echt aufregend.

Ich kann nicht mehr sagen: „nĂ€chstes Jahr gehe ich barfuß lĂ€ngs durch Deutschland!“ Seit ein paar Tagen heißt es: „dieses Jahr!!!“ und oft muss ich bei diesem Gedanken ein wenig schlucken. Die konkrete Reservierung der Zimmer in Einödsbach mit klaren Preisen und RĂŒcktrittsmöglichkeiten bis 7 Tage zuvor machen das ganze Projekt noch echter und wirklicher.

Leute, ich bin aufgeregt.

Eben habe ich ev. unserem Problem auf die SprĂŒnge helfen können, unsere Panik vor dem ersten Tag ein wenig zu mildern. Bei der Vorstellung an einem Tag 10 km und 900 Höhenmeter rauf und weitere 10 km und 900 Höhenmeter wieder runter zu mĂŒssen kriegen wir regelmĂ€ĂŸig Muffensausen. Übernachten ist nur im Gasthof in Einödsbach möglich, der Wirt von dort schrieb mir schon, dass selbst er die Straße ins Rappenalptal nicht befahren darf. Aus NaturschutzgrĂŒnden, die ich alle total nachvollziehen kann, entscheiden die Alpwirte, wer dort fahren darf. Meine Recherchen fĂŒhren mich nun zu einem VereinsbĂŒro in Oberstdorf, die mir hoffentlich weiterhelfen können. Eine Mail ist schon geschrieben. Uns wĂŒrde es so viel Entspannung geben, wenn wir wĂŒssten, dass uns ein Alpwirt ein paar Kilometer ins Rappenalptal fahren könnte. Die Alternative wĂ€re entweder den Grenzstein nicht zu erreichen, weil wir nicht mehr können, oder dort oben im Naturschutzgebiet zu zelten. Und das ist beides mehr als doof. Außerdem könnte bei einem kleinen Transfer die Straße hoch, das allermeiste GepĂ€ck im Gasthof bleiben und wir brĂ€uchten nur Wasser, Kamera und was zu futtern mit nach oben schleppen, weil eine Übernachtung hoch oben ausfallen könnte.

Bei 1216 Kilometern und an die 22000 Höhenmetern, die wir vor uns haben, bis wir auf Sylt ankommen, möchten wir es doch gerne langsam angehen und nicht gleich am ersten Tag völlig erschöpft in die Federn sinken.

Übrigens in diese hier:

Einödsbach

Ein Doppelzimmer mit Ostbalkon ist fĂŒr 2 Tage reserviert. Wahrscheinlich die höchsten auf uns zukommenden Übernachtungskosten der ganzen Tour 🙂 Aber bestimmt auch das grĂ¶ĂŸte und weißeste Bett fĂŒr lange Zeit.

Es ginge im Vierer Zimmer oder im Matratzenlager gĂŒnstiger, aber das will Tina niemandem antun. Ich hab ja meine Ohrstöpsel. 😉

bo unterschrift


 

 

 

 

 

6 Antworten

  1. uncipaws

    Danke fĂŒr das update, aber wie kannst du reservieren, wenn du noch gar nicht weißt, wann du da bist?
    Von meiner zeit her könnte ich das ganze auch in den juni verschieben. Ich und weitere mitwanderer mĂŒssten dann im Einödsbach ebenfalls rechtzeitig zimmer reservieren (allerdings gibts zur not auch ein matratzenlager, draußen schlafen muss niemand).
    Wo ich vorher in Österreich ĂŒbernachte (in Lech oder Warth) – mal sehen. Ist zumindest in Warth noch zwischensaison; der Gehrnerhof wĂ€re ideal gelegen und hat wohl geöffnet, kostet aber auch einen hunderter … aber vor so einer entbehrungsreichen tour könnte etwas luxus drin sein.

    • Bo

      Hallo unci,
      ev. hast du es ĂŒberlesen, oder ich habe es nicht so deutlich formuliert. Am 1.Juni abends sind wir auf jeden Fall in Einödsbach. Am 2.also auf dem Weg nach oben zum Grenzstein. Da ich davon ausgehe, dass wir am Abend heile vom Berg wieder runterkommen, denn runter geht immer 😉 , hab ich einfach reserviert. Du bist ĂŒbrigens im Gasthof schon angekĂŒndigt. Reservieren mĂŒsstest du aber selbst, da ich nicht weiß, ob du das Matratzenlager oder ein Einzelzimmer bevorzugst.
      Der letzte Luxus wird auf jeden Fall fĂŒr uns dieses Doppelzimmer sein. 🙂
      Liebe GrĂŒĂŸe von Bo

      • uncipaws

        Ja, ich habe „spontan“ gelesen und nicht gemerkt, dass spĂ€ter doch noch ein datum kommt.
        Also treffen wir uns am grenzstein am 2. juni (ich wĂŒrde demnach am 1. nach Lech bzw. Warth reisen).

        900 m bergauf und bergab sind machbar, wenn du den ganzen tag zeit hast und kein schweres gepĂ€ck (bis auf wasser, proviant, regenschutz, verbandszeug und handy/kamera kannst du das meiste im tal lassen). Mach doch einfach eine testwanderung in den ersten warmen frĂŒhlingstagen, etwa von Bad Harzburg ĂŒber den Teufelsstieg auf den Brocken und zurĂŒck.
        http://www.harzinfo.de/erlebnisse/wandern/die-wege-zum-brocken/aufstieg-von-bad-harzburg.html
        (beschrieben ist der aufstieg von Elend an der Harzquerbahn, was eine ĂŒbernachtung erfordert)
        Ganz bewusst ist das der schwerste weg: schlimmer wird der aufstieg zum grenzstein auch nicht sein.

        • Bo

          Hallo unci,
          ja, wir treffen uns am 2. oben auf`m Berg 🙂 Wir schaffen das sicherlich. Ich schau mir gleich mal deinen Link an.
          Liebe GrĂŒĂŸe und ein schönes Wochenende
          Bo

  2. Eva

    Hallo Bo,
    mit Spannung habe ich Deinen Bericht gelesen und finde es toll, das Ihr jetzt einen Teil der Planung dingfest gemacht habt. Der 1. Juni ist ein gutes Datum, der Schnee dann hoffentlich schon zu Tale geflossen. Wie ich sehe, habt Ihr gute Tipps bekommen, die Euch weitergeholfen haben und das Internet ist auch gerne behilflich. Die kommenden 4 Monate könnt Ihr Euch mental krĂ€ftigen, sie werden schnell vorĂŒber gehen.
    Alles Gute weiterhin und liebe GrĂŒĂŸe
    Eva
    Eva kĂŒrzlich veröffentlicht…Barfuß SchneerĂ€umenMy Profile

    • Bo

      Hallo Eva,
      ja wir haben gute Tipps bekommen, unter anderem doch auch von dir. Danke noch mal dafĂŒr. Ich vermute auch, dass die Zeit bis zum 1. Juni rasen wird. Außer vom Trainingspensum, dass ich noch steigern möchte, könnte ich aber nĂ€chste Woche los. Die Vorbereitungen sind so weit. 🙂
      Liebe GrĂŒĂŸe ins AllgĂ€u von Bo

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