Wir durften in einem Bett schlafen


Wow, seit einigen Tagen schwärmen wir davon, wie es wäre, mal wieder in einem Bett zu schlafen, nachts ein Klo in der Nähe zu haben, auf einem Stuhl zu sitzen, oder gar auf einem Sofa zu lümmeln.

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Gestern kamen wir in Bamberg an, hatten einen wirklich schleichenden Tag hinter uns. Arbeiteten uns fast von Bank zu Bank, fragten uns mal wieder, was das Ganze denn eigentlich soll, warum wir das immer noch machen.

Klingelten in der WG von Alina und im fast ersten Satz teilte sie uns mit, dass wir heute nacht in ihrem Zimmer und auch in ihrem Bett schlafen dürften. Strahlende Augen (fast hätte ich Kinderaugen geschrieben) leuchteten ihr entgegen. Was ein Gefühl, nicht von der Isomatte rutschen zu können, keine Matte aufpumpen zu müssen, kein Zelt aufbauen. Pure Entspannung.

Einen Salat in einer Küche zubereiten, in einer großen Schüssel, in der man auch gleich alles umrühren kann, ohne die Hälfte im Zelt verteilt zu haben… göttlich. Salat essend auf einem Sofa lümmelnd. Hinreißend.

In eine richtig nette WG sind wir da geraten. Danke euch für die unkomplizierte lockere Aufnahme.

Bamberg ist auf den ersten Blick ein ganz cooles kleines Städtchen, übersichtlich, aber doch alles da, was man so braucht. Hier hatte ich dann auch endlich mal die erste Begegnung mit einem barfuß laufenden Menschen auf der Straße. Und was sacht der? „Endlich mal jemand mit gscheiten Schuhen!“

Sorgen machen uns im Moment allerdings Tinas Füße, eher noch die Beine. Sie ist völlig zerstochen, hat einen Juckreiz, der die Hölle sein muss. Tagsüber scheuern die Sockenbündchen die juckenden Stellen zu dicken dicken Blasen, nachts kann sie kaum schlafen. Und nichts scheint zu helfen. Kein Vitamin B, keine homöopathischen Kügelchen, kein Fenistil, nix.

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Vorgestern mussten wir dann auch immer wieder durch sehr unwegsames Gelände, sprich hohes Gras, was dem Juckreiz natürlich nicht wirklich Abhilfe schaffen konnte. Vielleicht sinds aber auch gar keine Stiche, die sich da zwischen Sockenende und Hosenanfang niedergelassen haben. Wer weiß das schon. Vor ein paar Tagen ist Tina durch ein Raupennest gelaufen, Später tauchten dann am Kanal immer wieder Schilder auf, auf denen vor dem Eichenprozessionsspinner gewarnt wird.

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Wir versuchen jetzt erstmal auf Radwegen weiter zu gehen, damit Zecken, Raupen und Co uns nicht noch extra ärgern können. Campingplätze sind mal wieder fast gar nicht zu finden. Das heißt eben dann doch zum Übernachten irgendwo in die Pampa zu ziehen, und damit wieder ins Grüne, zu Zecken und Co. Unser Weg wird mit den dauernden Umwegen zu irgendwelchen Campingplätzen zum Zickzackkurs durchs Land. Es ist manchmal einfach zum Mäusemelken.

Wie schön, dass wir dann unterwegs immer wieder auf so tolle Menschen treffen.

Nach fast 5 Wochen unterwegs sein überfällt mich immer öfter ein sehnlicher Wunsch nach Hause zu kommen. Wir freuen uns mega mega mega darauf.

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Ach ja, und die Karre knarzt auch nicht mehr. Hatte bei Obi die absolut passenden Winkel gefunden und die mit Power Gewebeband am Rahmen fett umwickelt und damit befestigt. Hält!

bo unterschrift


Spinnerin, Erfinderin, Forscherin, Schreiberin.
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6 Responses

  1. Juliette Gerischer

    Na Hallo ihr Drei,
    waaaas ihr wart schon bei meinen Kiddis´s?! hö und warum weiß ich davon nix??? 😉
    Ich freu mich über euren Blogeintrag und darüber, dass es euch in der WG gefallen hat!!!!
    Ach ja gegen Tina´s Stiche an den Beinen könnte eventuell der Pflanzensaft vom Spitzwegerich (http://heilkraeuter.de/lexikon/spitzweg.htm) helfen….einfach abpflücken, reiben bis Saft austritt und dann ab auf die Stiche.

    Liebe Grüße aus der Heimat
    Juliette

    • Bo

      Hallo Juliette,
      ja wir waren schon bei deinen Kiddis. Die sind allesamt klasse 🙂 Und der Tipp für die Stiche wird ausprobiert. Danke dafür.
      Liebe Grüße nach HL
      Tina und Nima und Bo

  2. tobias

    Erste begegnung mit einem barfuß laufenden menschen auf der straße? Erste zufallsbegegnung zumindest …

    Wenn ich auf Wikipedia von Eichenprozessionsspinnern lese „Die sehr feinen Brennhaare der Raupe, die ein Eiweißgift namens Thaumetopoein enthalten, können beim Menschen eine Raupendermatitis auslösen“, bin ich froh, damit noch nichts zu tun gehabt zu haben. Dort wird die behandlung mit kortisol und antihistaminika empfohlen und erwähnt, die hautreaktionen könnten bis zu zwei wochen andauern. Damit dürften die schuldigen überführt sein: Es sind die raupen. (zu weiteren details fragen sie ihren arzt oder apotheker ….)
    Ich wünsche eine rasche genesung!

    Wie geht es weiter von Bamberg? Via Coburg – Erfurt über den Harz – oder doch links dran vorbei?

    • Bo

      Hallo Tobias,
      im Moment eher links dran vorbei. Mal schaun, was die nächsten Campingplätze so sagen, also wo sie so sind und und uns demnach auch hinführen.
      Liebe Grüße nach Ö

      Und natürlich meinte ich eine Zufallsbegegnung. Dich hab ich ja geplant getroffen und dann auch noch mitten im Gebirge und nicht auf der Straße 😉

      Grüße von Bo

  3. scratch

    tina, wäre es nich besser für dich eine lange Hose zu tragen ??? Habt ihr schon apfelessig probiert ?

    • Bo

      Moin Scratch,
      die Stiche werden weniger, und Spitzwegerich hilft wirklich.
      Liebe Grüße
      Tina, die wieder fast gesunde Nima und Bo

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