Schon eine Woche? – die siebte Nacht auf dem Boden

Eingetragen bei: Minimalismus, Natürlich Leben | 0

Schon eine ganze Woche auf dem Boden? Das kommt mir ja schon sehr viel länger vor. Ich scheine mich schnell an Neues zu gewöhnen. Trotzdem möchte ich versuchen nichts zu überstürzen. Ich neige dazu. Wenn ich was neues anfange, dann bin ich mit den alten Resten meist radikal… weg damit, brauch ich nicht mehr.

Ich melde mich in einer weiteren Woche wieder zum Thema auf dem Boden schlafen. Und in einer noch weiteren erneut, dann sind die berühmten 21 Tage rum, die für eine wirkliche Umstellung stehen. Untersuchungen haben ergeben, dass nach 21 Tagen alte Gewohnheiten in neue Gewohnheiten ausgetauscht werden können.

Was ich nach einer Woche sagen kann? Ich habe null Muskelkater mehr, auch nicht im Hals oder Nacken, obwohl ich oft auf der Seite liege und kein Kopfkissen nutze. Noch spüre ich beim auf der Seite liegen meine Hüften ganz gut, am Rücken und Hintern ist das schon nicht mehr der Fall.

Und nu möchte Tina auch mal was dazu sagen:

schon länger geistert mir das einfachere schlafen im kopf rum. auf meiner isomatte fühl ich mich auch sauwohl, so dass ich schon überlegte immer dadrauf zu nächtigen und somit ein riesenmöbelstück weniger hätte. die isomatte ist allerdings so hightech, dass da kaum unterschied zu einer normalen matratze ist. weswegen ich auch erstmal weiter auf meiner 25 cm dicken 7-zonen-kaltschaum-orthodingsbums-matte mit extra schulterzone und den dazugehörigen lattenrosten mit dazu passender schulterfräsung geschlafen habe. dann war ich letztens ein paar tage unterwegs und sah ein video „heilsames auf dem boden schlafen“ und habs gleich bo geschickt, weil ich voll neugierig war und es ausprobieren wollte. lustigerweise, erzählte sie dass sie das am vortag grad gesehn hat und noch ein paar andere videos zum thema und das unbedingt ausprobieren will. so passiert uns das beiden voll oft, dass wir parallel auf sachen stoßen, die uns interessieren, die wir dann zusammen testen. also haben wir abgemacht, gleichzeitig damit zu starten um auch einen vergleich zu haben.

zum obigen video und warum mich das so neugierig gemacht hat: der typ erzählt, dass das schlafen auf dem boden heilsam sein soll oder kann. weil dadurch, dass jegliche stützung und ausgleich durch weiche polster wegfallen, der körper sich von ganz alleine richtet und zurechtbiegt. er erzählt, dass es nach ein paar tagen anfing bei ihm in allen möglichen knochen und gelenken zu knacken. und er denkt, dadurch dass man sich mehr bewegt und auf der ungepolsterten unterlage hin- und herdreht, es wie eine nächtliche fasziendauermassage ist, die so einiges an ort und stelle drückt. klasse, dachte ich, will ich. ich habe seit jahren mit einseitigen schulterschmerzen und nackenverspannungen zu tun. also, zack – und testen!

genächtigt wird auf einer dünnen wollauflage, die normalerweise auf einer normalen matratze liegt. die erste nacht fand ich gar nicht so schlimm, ungewohnt ja..aber erträglich. ich bin ziemlich oft aufgewacht, weils unbequem wurde und hab mich umgedreht und bin auch gleich wieder eingeschlafen. am 2. tag gings noch ne ecke besser. ich hab mich echt gewundert, warum viele von solchen umstellungsschmerzen berichten. ich habe allerdings zuerst noch ein kissen aus memoryschaum gehabt. mittlerweile hab ich das gefühl, dass mein kopf beim liegen so doll abknickt und ich hab nur noch eine nackenrolle. die ist allerdings so alt, dass sie ganz platt ist, wenn ich drauf liege. aber genau richtig, wenn ich auf der seite schlafe. auf dem rücken nehm ich sie manchmal schon ganz weg und geniesse das ganz gerade liegen. am dritten abend hat es auf einmal in meiner schulter laut und deutlich „gnupsch!“ gesagt. ich war begeistert. als die schulterschmerzen vor ein paar jahren anfingen, konnte ich das gefühlte hinrenken noch selbst forcieren indem ich auf der seite lag und den arm hoch und runter bewegt habe. das ging aber schon 3-4 jahre nicht mehr. und jetzt eben doch wieder, ohne dass ich groß was machen musste. die beschwerden sind seitdem ein kleines bisschen weniger. dann hatte ich nach 5 tagen auch eine ganz schreckliche nacht, bei der mir wirklich alles wehtat und ich kaum schlafen konnte und brummkreisel gespielt hab. in der nächsten nacht war wieder alles supergemütlich. ich bin gespannt, was sich da noch tut.

jedenfalls kommt mir so eine vereinfachung sehr entgegen, weil ich öfter unterwegs bin und  dann mal eben bei freunden übernachten kann, ohne ein bett zu brauchen. oder so wie letztens bei meinem mittleren sohn. da flog noch eine einfache isomatte aus schaumstoff rum, die hab ich mir in die küche gelegt und göttlich geschlafen.

im moment hab ich das gefühl immer so schlafen zu können. mal gucken..

 

 

Spinnerin, Erfinderin, Forscherin, Schreiberin und SchrauberLehrling.
_____________________________________________________________________________

Hinterlasse einen Kommentar

Klick ins Kästchen für einen Newsletter, den du jederzeit abbestellen kannst ;-)