Naturfreundehaus von außen?


In Augsburg waren wir ja bei einer ganz süßen Familie sogar zwei Tage unter gekommen. Sie gönnten uns richtig einen Tag Urlaub zu machen. Es war herrlich. Durch Augsburg gehen zu können, ohne Gepäck, einfach schauen, stehen, sitzen… wir fühlten uns so richtig glücklich. Der Markt zum Beispiel ist fest installiert und dauerhaft geöffnet. Eine echt geniale Atmosphäre dort. Ich hab mich dort sehr wohl gefühlt.

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Gestern morgen noch bekamen wir sogar noch eine weitere Wegeplanung mit auf den Weg. Ma (ich nenne sie jetzt so, weil ich vergessen habe zu fragen, ob ich die Namen der Familie im Blog benutzen darf), sie ist sehr aktiv im DAV und betreut genau dieses Gebiet, durch das wir laufen wollten. Aufgewachsen ist sie dort auch noch, also bestens bekannt mit allem, was dort zu finden ist.

Ein neues Planungsprogramm für unsere Wegstrecken sprang dabei auch noch raus. Haben wir uns natürlich gleich für angemeldet. Von der Fahrradfreakfamilie wurden wir dann das erste Stück auch noch begleitet. Das muss ein lustiges Bild gewesen sein. Erst liefen Tina und ich mit Nima und Karre vorweg. Dann fuhr Ka 5 Jahre mit ihrem Rad langsam und vorsichtig hinterher. Dann kam An mit seinem geliebten Bäckerrad und Tandemtrailer auf dem Mo 4 Jahre mitfuhr. Danach fuhr Ma mit Hänger, darauf das Rad für Mo, wenn er denn selbst fahren will.

So zeigten sie uns den ersten sehr verschachtelten Weg, bis zu einem Punkt, wo es einfach nur noch geradeaus ging. Um erneut an die Wertach zu kommen. Dort verabschiedeten wir uns.

Ich hoffe sehr, dass die vier uns in Lübeck besuchen werden. Der kleine Mo ist ein absoluter Zeltfan und half mir profihaft, morgens das Zelt abzubauen. Ich bin sowieso sehr gespannt, wie viele von denen, die uns über Couchsurfing oder andere Gelegenheiten eine Übernachtungsmöglichkeit gegeben haben, oder noch geben werden, tatsächlich bei uns zu Hause auftauchen werden.

Wir lernen so wunderbare Menschen kennen. Und das die Deutschen nicht gastfreundlich sein sollen stimmt absolut überhaupt nicht.

Unser Weg führte uns also gestern an der Wertach entlang, bis sie mit dem Lech zusammenfließt. Dort bekam das Wasser eine andere Farbe und der Fluss wurde dein bisschen breiter und fast noch schneller.

Nima kann es immer gar nicht fassen, wenn sie einen Zugang zum Wasser findet, dass sie ihn nicht nutzen darf. Mir ist das Wasser zu reißend, als dass ich sie angstlos dort schwimmen lassen würde. Wer weiß, wo ich sie wieder rausfischen könnte.

Wie gut, dass es vom Regen doch immer wieder große und kleine Pfützen gibt, in denen sie die Pfoten abkühlen und etwas Wasser trinken kann.

Lange lange Schotterwege, die irgendwie immer schlimmer schottrig werden. Ich zog meine Fivefingers an, denn ohne wäre das nicht machbar gewesen. Schon gar nicht über eine Distanz von insgesamt 22.4 Kilometern. Gut die ersten Kilometer in Augsburg waren noch ganz nett geteert. Das fällt aber in der Gesamtstrecke fast gar nicht mehr auf. 🙂

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Gegen Ende der Strecke, wir hatten von Ma den Tipp bekommen bestimmt im Naturfreundehaus übernachten zu können, zogen sich die Schotterkilometer noch einmal heftig. Es ist immer so, dass die abendlichen Kilometer länger sind als die am Morgen. Komisch. 🙂

Endlich zeigte sich ein Haus, doch das war wohl nur ein Wochenendhaus. Enttäuscht zogen wir weiter. Nicht weit davon entfernt tauchten mehrere Häuser auf und sogar ein Schild zum Naturfreundehaus. Jippieh. Dort angekommen, fanden wir eine Gruppe junger Frauen vor, die dort wohl das Wochenende verbringen. Nach einer Übernachtungsmöglichkeit gefragt, gaben sie uns die Nummer der Besitzerin des Hauses. Da wir die aber nicht erreichen konnten, beschlossen die Frauen, dass es in Ordnung wäre, wenn wir unser Zelt im Garten aufbauen würden.

Und hier nächtigten wir mit etwas Regengeprassel sehr gut.

Heute hoffen wir weitere 20 Kilometer zu einem Campingplatz zu kommen. Donau-Lech Camping oder so ähnlich. Hier ist überall Naturschutzgebiet, so dass wir mit wildcampen nicht sehr weit kommen.

bo unterschrift


Spinnerin, Erfinderin, Forscherin, Schreiberin.
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  1. Josy

    Hallo ihr 3,

    schön mal wieder was von euch zu lesen. Das ist ja dann echt doof das ihr da bald nicht mehr wild campen könnt. Aber ihr werdet immer schon was gutes finden. Oder auch wie schon erwähnt im Bericht, nette Menschen.
    Viel Spaß euch noch. Das Wetter ist hier oben schon heute sonnig. Und das tut auch gut.

    Josy

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