Mit Fred zum ersten offiziell genehmigten Earthship Deutschlands

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Also auf nach Tempelhof. Nein, nicht Tempelhof in Berlin, Tempelhof in Baden Würtemberg in der Gemeinde Kreßberg.

Neulich, vor unserer Abfahrt las ich davon. Das erste Earthship in Deutschland wurde 2015 mit ner Menge Freiwilligen, die alle einfach Lust hatten dabei zu sein, erbaut.

Du weißt, was ein Earthship ist? Die Idee stammt aus New Mexiko. Als ein Earthship bezeichnet man Gebäude einer bestimmten Bauweise, die nur durch passive solare Wärmegewinne und die Speicherung dieser mittels Masse geheizt oder durch natürliche Luftzirkulation gekühlt werden. Sie zeichnen sich zudem durch eine weitgehende Nutzung natürlicher und recycelter Baustoffe sowie ihre völlige Autarkie hinsichtlich Wärme, elektrischer Energie, Wasser und Abwasser aus.

Hab ich gut aus Wikipedia kopiert finde ich 🙂 Faszinierend finde ich diese Earthships schon länger. Aus Müll gebaut, also aus viel Müll, der da wäre, alte Autoreifen, leere Flaschen und Dosen, altes Holz, alte Fliesen, sogar kaputte Fliesen.

Dafür eine Baugenehmigung zu bekommen, innerhalb Deutschlands ist schon eine Kunst für sich.

Doch die Gemeinschaft in Tempelhof hat das mit Hilfe eines gewitzten Architekten geschafft.

Und nu red ich nich, nu zeig ich dir einfach die Bilder. Die sagen nämlich sooo viel mehr, als ich hier schreiben könnte.

Genutzt wird das Earthship auf dem Tempelfeld, auf dem sich eine Gemeinschaft gebildet hat, die dort in ihren Bauwagen oder Jurten wohnt. Das Earthship dient als Bad, Küche und Gemeinschaftsraum für alle.

Der Eingangsbereich, gleichzeitig Gewächshaus und Brauchwasserfilter

Bad und Toiletten

Küche

Wohnraum

Ich finde so was von Nachahmenswert …. schon allein den gestampften Lehmboden,der aus Lehm und Leinölmischmasch entstanden ist, barfuß zu betreten lässt ein mega Glücksgefühl von der Sohle bis zum Scheitel durch mich durchhuschen 🙂

Geniess einfach die Bilder oder besuche das Earthship an den nächsten Führungsterminen, um selbst einen Eindruck der tollen Atmosphäre dort zu bekommen.

 

Spinnerin, Erfinderin, Forscherin, Schreiberin und SchrauberLehrling.
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6 Antworten

  1. boahhhhhh – wie genial, und mit soviel Liebe gemacht……da geht mir glatt das Herz auf !!!!!!!!!!!!

    • Hallo scratch,
      ja meins ist auch so was von aufgegangen!!! Wir haben sogar die Pläne fotografieren dürfen und haben das natürlich auch getan. 😉
      Liebe Grüße von Tina, Nima, Bo und dem trockenen Fred

  2. Hallo!

    Das Haus hat sicher viele verborgene Raffinessen, aber was mir als Erstes auffiel waren die »Glasbausteine« aus Flaschenböden(?) Ist da jeweils auf der anderen Wandseite ein gleichgroßer eingebaut?

    BG,
    — [asc]

    • Hallo asc,
      ich find das ja toll, dass du immer so genau hinsiehst 🙂 Ja genau, die Flaschenhälse sind abgetrennt und jeweils zwei sind in der Mitte mit nem Klebeband wieder verbunden worden. So scheint das Licht auch richtig durch.
      Bin auch immer noch voll begeistert vom Earthship…

      Liebe Grüße von Bo

      • Hallo!

        Null-Energie-Häuser sind meistens interessant, hier kommt noch die schöne Architektur hinzu, da kann ich die Begeisterung wohl verstehen.

        Ist der Lehmfußboden empfindlich gegenüber Nässe? Ich meine, man will ja nicht irgendwann im Schlamm stehen – oder auch nur Fußabdrücke im Boden hinterlassen 😉

        BG,
        — [asc]

        • Hallo asc,
          kann ich gar nicht sagen, ob der Lehmboden nässeempfindlich ist. Wir wurden zumindest alle gebeten die Schuhe auszuziehen, die ich natürlich nicht an hatte 😉 Fußabdrücke hinterlässt man nicht, aber es fühlt sich so an, als würden die Füße etwas versinken, was sie aber nicht wirklich tun… sehr weich und angenehm fand ich.

          Liebe Grüße von Bo

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