In mir schleicht sich eine leichte Panik an


Was hab ich nur getan? Was hab ich mir da vorgenommen? Was hab ich nur veröffentlicht? Bin ich von allen guten Geistern verlassen?

Ich, als Flachlandnordlicht will über 23.000 Höhenmeter überwinden? Ich will 1207 km laufen? Bin ich bekloppt?

Um meine Barfüsse mache ich mir irgendwie keine großen Gedanken, die trainiere ich ja täglich. Im Moment sind es jeden Morgen 6 km, die ich über Kies, Bucheckern und Ästchen gehe. Auf dem Weg gibt es zweimal einen kleinen Anstieg. Alle aus dem südlicheren Teil Deutschlands lachen sich heimlich ins Fäustchen, wenn sie das Hügelchen sehen, was ich gerade als Anstieg beschrieben habe 🙂 Sollte ich den „Hügel“ vielleicht den halben Tag lang rauf und wieder runter gehen? Sollte ich Treppen hochjoggen? Keine Ahnung.

Vielleicht sollte ich einfach, so wie ich es doch immer tue, darauf vertrauen, dass ich alles schaffe, was ich mir vorgenommen habe, dass ich noch genügend Zeit habe, um mich und meine Muskeln vorzubereiten.

Was soll schließlich passieren?

Ich trainiere ja nicht nur meine Füße und Muskeln, genauso „trainiere“ ich das im Zelt schlafen. So wie heute nacht; gut dass es geregnet hat 🙂 Die Hundenasen üben in der Apside zu schlafen, ich hatte ihnen ne Isomatte hingelegt auf der sie spontan Platz nahmen, leider hatte ich übersehen, dass die Isomatte ein Stück unterm Zelt rausguckte und alles Regenwasser was daraufregnete floss natürlich direkt auf der Matte geleitet unter die Hunde. Nima hatte einen pitschnassen Po heute morgen. Robin hatte den ihren die ganze Nacht so dicht am Innenzelt, dass sie fast trocken blieb. Mir ist es eine Lehre. Zuhause kann ich das Zelt stehen lassen um es in Ruhe zu trocknen… unterwegs wäre das nicht so toll, wenn es auch innen nass ist.

Über solche Erkenntnisse bin ich so dankbar. Und die nassen Hunde sind dabei ja nur ein Beispiel. Ich mach mir Gedanken, wie packe ich das nasse Zelt so ein, dass es nicht alles andere auch durchtränkt; sprich: „Bo schreib einen großen Müllsack mit auf die Packliste, da kann dann das nasse Zelt rein“.

Das nächste „Training“ betrifft es, im Wald zu übernachten. Weg vom schützenden Garten 😉

ZeltIch will vor der Tour wissen, was das für ein Gefühl ist, was für Ängste? ich ausstehe, ob ich überhaupt welche ausstehe, denn die Hunde warnen mich wahrscheinlich öfter als mir lieb ist, wenn sich wer oder was dem Zelt nähert. 🙂 und damit bin ich „sicher“ und kann entspannen und schlafen.

Also schön eins nach dem anderen, Panik braucht es da gar nicht. ODER?

Klingt ja fast als hätte ich Tagebuch geschrieben, mach ich aber gar nicht 🙂

Hast du schon mal einfach so irgendwo im Wald geschlafen?


bo unterschrift

Spinnerin, Erfinderin, Forscherin, Schreiberin.
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2 Responses

  1. uncipaws

    Zumindest könntest du mal testweise einen ausflug ins gebirge machen. Was liegt da am nächsten … Brocken? (Wohl nicht von Lübeck aus als tagestour zu machen, aber du bist schließlich gut ausgerüstet)

    • Bo

      Hallo uncipaws,
      wir hatten auch schon spaßeshalber überlegt, ob wir heimlich in den Süden fahren und die ersten Strecken vorab testen. Nur weiß ich nicht, ob das wirklich was bringt, wenn ich einmal nen richtigen Berg hochgehe, so als Training meine ich, sollte das regelmäßiger passieren oder? Auch dieses Problem wird sich lösen. 🙂
      Liebe Grüße von Bo

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