Erdsocken oder Bottomsocks

Eingetragen bei: Barfußlaufen | 12

Was ist nun das schon wieder?

Ganz einfach, Socken ohne Boden mit denen man die Erde fühlt aber von oben etwas gewärmt wird.

Wie kam ich da drauf? Als ich neulich über Frostbeulen an den Füßen im nassen Frostgras nachdachte, und überlegte, wie denn die Natur das wohl lösen könnte, kam ich auf Tiere, die ja schließlich im Winter nix anderes an den Füßen haben als im Sommer.

Nima zum Beispiel, ich beneide sie ja um ihre Sohlen :-), hat Fell auf den Pfoten. Da ich ja nicht zu den Hobbits gehöre und mir noch kein Winterfell auf den Füßen wächst überlegte ich, wie ich es wohl anstellen könnte eine Socke zu stricken, die unten offen ist.

Ich weiß, ich bin dann nicht mehr 100% barfuß unterwegs, aber das wichtigste ist mir dass ich den Boden unter den Füßen habe, so lange es irgendwie geht. Im Moment reicht es, bei 3° und Trockenheit, noch sehr gut aus, mit blanken Füßen zu gehen. 2 Stunden sind kein Problem. Sollte es aber nass sein, oder noch kälter und ich es nicht mehr aushalten, kommen meine Erdsocken zum Einsatz.

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Das Einzige, was ich unter den Füßen habe, sind Schlaufen an den Zehen und ein Steg aus dem restlichen Lodenstoff.

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Einfach nur den oberen Fuß bestrickt. Natürlich mit Biomerinowolle, damits auch bei Nässe warm bleibt.

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Sieht schon reichlich beknackt aus. Tina meinte, ich hätte nen Knall. 🙂

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Hab ich aber gern zwischendurch. 😉

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Einmal der Steg von unten und die Schlingen auch. Das ist dann Lodenstoff im Extremeinsatz. Bin gespannt, wie lange er hält. Er sitzt ja aber an einer Stelle, die nicht soooo oft und extrem den Boden berührt.

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Ja, und denn noch einmal ohne Fuß inside.

Wie gesagt, ich benutze sie erst, wenn es gar nicht mehr anders geht. Und dann berichte ich über meine Erfahrungen.

Eine Runde im Wald mit Melkfett an den Füßen sah am Ende dann übrigens so aus.

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Der Dreck ist mir zwar wirklich wurscht, aber dieses Fett, das geht echt schwer wieder ab. Normalerweise reicht es den Fuß ins Waschbecken zu hiefen und mit kaltem Wasser abzuspülen. Diesmal war Seife nötig ~ wie unnötig. 🙂

Was stellst du alles an, um weiter barfuß gehen zu können? Übrigens, nicht über kalte Füße nachzudenken ist der beste Tipp gewesen und funktioniert einwandfrei.

bo unterschrift


Spinnerin, Erfinderin, Forscherin, Schreiberin.
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12 Responses

    • Bo

      Hallo uncipaws,
      und wie sind deine Erfahrungen mit diesen Barebottomshoes? Ich bin ja neugierig. 🙂
      Liebe Grüße
      Bo

      • uncipaws

        Sie verlängern den isolierten bereich nach unten (insbesondere in verbindung mit stulpen/legwarmern) und wärmen ein wenig. Allerdings sind bei frost die zehenspitzen weiterhin am gefährdetsten. Du kannst damit vielleicht deine temperaturgrenze um ein paar grad absenken. (deine werden ähnlich wirken, nur vielleicht nicht so gut bei nässe)

        Thermodynamisch ausgedrückt, wird die wärmeabstrahlung und konvektion nach oben abgeschirmt, aber über kontakt mit dem boden strömt je nach dessen wärmeleitfähigkeit deutlich mehr wärme ab.

        • Bo

          Hallo uncipaws,
          danke dir. Ich bin mir gar nicht so sicher, ob meine bei Nässe so viel anders wirken als die aus Neopren. Schließlich handelt es sich um Wolle, und die wärmt auch, wenn sie nass ist. Aber wie gesagt, noch habe ich sie nicht getestet. Heute morgen hatte ich allerdings die Idee, es mal mit einer Erdsocke und einem Barfuß zu probieren. Um wirklich einen eventuellen Unterschied zu bemerken.
          Liebe Grüße von Bo

  1. scratch

    klasse idee und sieht auch abenteuerlich aus…..bin gespannt ob sie warm halten

  2. [asc]

    Neopren-Barebottoms habe ich auch. Ob der Warmhalte-Effekt über Placebo hinausgeht habe ich noch nicht nachgemessen, subjektiv fühlt es sich wärmer an. Bei kaltem Boden verliert man die meiste Wärme durch den Bodenkontakt. Die Barebottoms im warmen Haus werden mir leicht zu warm.
    Mit dem Quersteg irgendwo hängen geblieben bin ich noch nicht. Dreck kann aber schon mal darunter festhängen. Es ist gut, dass der Steg bei deinen Socken als Verschleißteil auswechselbar ist 🙂 Vorteil ist jedenfalls die leichte Reinigung.
    Häufig trage ich sie nicht, ist mir viel zu lästig und fast noch komplizierter als Fivefingers anziehen.

    • Bo

      Hallo asc,
      danke für deine ausführlichen Ausführungen. Diese Barebottoms scheinen ja sehr verbreitet zu sein. Es ist tatsächlich ein klein wenig fummelig meine Erdsocken anzuziehen, aber ich würde es eher ähnlich den fivefingers beschreiben. Ist der Quersteg bei den Barebottoms eigentlich nicht zu dick, also trägt er nicht so doll auf? Ich hatte erst einen Steg gestrickt, und den fand ich sehr ungemütlich und störend, bis mir der restliche Lodenstoff eingefallen ist. Der ist sehr dünn und schmiegt sich schön an.
      Liebe Grüße von Bo

      • uncipaws

        Der quersteg ist nicht so dick, dass er stört, aber ich hätte ihn weiter hinten gesetzt (da wo auch deiner etwa ist), das habe ich der schöpferin Sue Kenney auch geschrieben.

      • [asc]

        Na weit verbreitet ist relativ – unter den wenigen Barfüßern noch nicht mal sehr 😉
        Die Materialstärke beträgt durchgehend etwa 2 mm und weder der Steg noch die Zehenschlaufen stören mich. Klar merkt man dass man was am Fuß trägt. Und wahrscheinlich finden »die Leute« das noch merkwürdiger als wenn man ganz barfuß ist …

        • Bo

          Hallo asc,
          das dachte ich mir auch schon, dass die Leute die Erdsocken wohl ziemlich seltsam finden. Das können sie aber gerne tun. 🙂
          2mm ist ja auch gar nicht so dick. Auf den Bildern wirkten sie für mich dicker.
          Danke dir
          Liebe Grüße von Bo

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