Die erste Nacht im Bauwagen gepennt

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Auch wenn der Wagen noch nicht ganz fertig ist, der Boden ist isoliert und verlegt, mit für Bienen unschädlichem Öl behandelt und ein Bett ist gebaut.

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Das reicht ja auch vollkommen, um die erste Nacht im Bowagen zu verbringen.

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Dachte ich… wenn es draußen schon ordentlich kalt wird über Nacht und die Ecke wo das Bett wohnt, von außen noch nicht fertig beplankt ist, dann ziehts da noch ganz schön durch die Ritzen durch.

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Auch wenn es den geilsten Ofen, den wir finden konnten schon gibt, ist er noch nicht angeschlossen. Es hapert noch an Ofenrohren mit 50mm Durchmesser. Die scheint es einfach nicht mehr zu geben.

Neulich fand ich nämlich einen alten Postofen von 1956 in Miniaturmaßen und mit Miniaturgewicht. Völlig rostig aber einfach genial. Genau richtig zum kurz warm machen von rund 18,5 Kubikmetern kalter Bauwagenluft, und zum Verbrauchen von allen Holzresten, die sich angesammelt haben.

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Isser nicht einfach süß?

Es ist ein superschönes Gefühl durchs Dachfenster zu gucken und den blauen Himmel oder den Sternenhimmel zu sehen.

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Eine kleine Gaslaterne spendete Licht, als es dunkel wurde. Zum Lesen gabs ne Taschenlampe. Das Bett in meinem Zimmer wurde von allen Decken befreit und in den Wagen geschleppt.

Nima bekam auch eine Matte und ne Decke, aber sie fror trotzdem, denn die Decke blieb nicht lange auf ihr liegen. Abhärtung pur. 🙂

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Lustig ist es, wenn eine von uns dreien sich bewegt hat, dann klapperte die Tür ganz leicht, denn noch hat sie ihr Schloss ausgelagert liegen; es gibt noch keine Klinke. Beim nächtlichen Pippigang ins Haus schwankte der ganze Wagen, was mich eher an ein Schiff erinnert hat.

Fühlt sich aber keineswegs unangenehm an.

Ich bin tatsächlich ein kleines bisschen stolz auf das selbstgeschaffene Eigenheim. Übrigens das größte meiner bisherigen Bauprojekte.

Auf die Leiter geh ich allerdings immer noch nicht. Ich mag keine Schuhe anziehen. Geht irgendwie gar nicht. Aber es wird einfach Zeit, dass die letzten Teile der Außenverkleidung hinkommen wo sie hingehören. Wahrscheinlich sollte ich einfach anfangen und nicht lange drüber nachdenken.

Vorm richtig kalt werden sollte das nämlich erledigt sein. Innen würde ich auch gerne noch isolieren, bin mir aber noch nicht sicher mit was. Glaswolle ist einfach das doofste Material mit dem man arbeiten kann, Styropor quietscht beim schneiden, und die Schafe nebenan auf der Weide wollen vorm Winter ihr Fell auch nicht abgeben. Am Liebsten würde ich nämlich mit Schafwolle isolieren. Das riecht dann vielleicht auch noch lecker durch die Wand durch? Außerdem fehlt mir noch eine coole Idee für das Innenwandmaterial. Ob ich einfach dünne MDF Platte nehme (also Schrankrückwand in einfach braun) weiß ich noch nicht.

Hast du ne tolle Idee? Ohne Profilholzbrettersaunalook bitte. 🙂

bo unterschrift


Spinnerin, Erfinderin, Forscherin, Schreiberin.
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4 Responses

  1. scratch

    heeee, da kannst du ruhig mehr als ein bißchen stolz auf dich sein. Gaaaaanz dollle Stolz sogar !!!!!! Ein wunderbares Kunstwerk hast du da gezaubert, alle Achtung !!!!

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