Alle Fenster sind an ihrem Platz ~ jippieh

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Sie sind tatsächlich alle da, wo sie hin sollten, und sie sind dicht, bis auf das Dachfenster, was immer wieder an der gleichen Stelle ein Leck hat, egal wie viel Aufmerksamkeit, Silikon und sonstiges Dichtungsmaterial ich ihm zukommen lasse. Ich war mir schon so sicher, dass es nun wirklich dicht ist, dass ich mich sagen hörte:“ Wenn das jetzt nicht dicht ist, dann trinke ich eine Woche lang nur Wasser.“ Jetzt hoffe ich, dass niemand darauf besteht. Obwohl es mir sicher gut tun würde, das zu tun 🙂

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Die ersten Fenster bekamen noch eine „veraltete Technik“ verpasst, die letzten Fenster können gar nicht mehr anders als dicht zu sein. Da es sich ja „nur“ um Scheiben handelte, die im Bauwagenrahmen genug Platz um sich rum brauchen, um Temperaturen ausgleichen zu können aber genauso ordentlich fest sitzen sollen dachte ich zuerst schwebende Fenster mit Siemens Lufthaken zu installieren. Dann fiel mir aber was einfacheres ein. Mit superklebendem Klebeband (eigentlich für Dachisolierungen gedacht), das auf Holz klebt, auch wenns grob und nass und dreckig ist hab ich die Scheibe (vorher provisorisch befestigt) rundum von innen und außen mit diesem Klebeband an den Rahmen geklebt. Da das Band um die 5 cm breit ist, hat es locker alle Ausdehnungsmöglichkeiten für die Scheibe überlappt. Dann habe ich auch jeweils von innen und von außen Schaumgummistreifen, die eigentlich für gegen klappernde Türen eingesetzt werden können, angeklebt, und dann von außen Bonanzabretter dagegen geschraubt und von innen einfach Dachlatten. Damit sind die Scheiben dicht, sie sind fest eingeklemmt und können doch, je nach dem wie viel Lust das Holz hat, sich zu bewegen, munter im Rahmen herumrutschen. Nicht das eine der tollen Scheiben einen Sprung bekommt. Ach ja und jedes Scheibchen bekam natürlich eine schräge Wasserablauffensterbank verpasst. 🙂

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Die Idee vom besten Vermieter der Welt, war es dann Schwartenholz vom Holzhof zu holen, kostet wenig, sieht lustig aus. Doch leider war nicht wirklich was auf dem Haufen, was wir nutzen konnten. Die Motorsäge hab ich noch nicht, die mir da hätte helfen können.

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Also mutig Bonanzabretter in Lärche bestellt. Die werden irgendwann so schön grau und müssen nicht behandelt werden. Bei 420 Euro pro m³ hatte ich erst einen leichten Schock, nachdem ich dann aber mal gerechnet hatte war es gar nicht so schlimm. Ich rechnete mit 150 Euro, bezahlte dann aber nur 132 und es sieht so aus, als würde da ordentlich was übrig bleiben. Denn meine angegebenen Wunschmaße wurden sehr großzügig überschritten.

Wenn ich dir also einen Bowagen bauen soll, Holz wäre noch ein wenig da 🙂

Bonazabretter sind übrigens die, die rechts und links noch die Rinde dran haben. Ich kann mich ja gar nicht satt dran sehen, so wunderschön und so genial und so toll finde ich diese Optik. Der Wagen hat damit so gewonnen.

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Glücklich bin ich über diesen Tipp.

bo unterschrift

Spinnerin, Erfinderin, Forscherin, Schreiberin.
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